Der Beitrag von Multistakeholderinitiativen im Bereich von Cash Crops zur Schaffung nachhaltiger Lieferketten: Lessons Learnt und Perspektiven

Event Type
Workshop

Location / Date
Bonn, 26.02.2026

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat vor mehr als 20 Jahren begonnen, Multistakeholderinitiativen im Bereich der Cash Crops Kaffee, Kakao, Baumwolle und Cashew Nüsse mit zu initiieren und zu fördern. Dabei handelt es sich um

  • die 4c Kaffee Assoziation, die sich zwischenzeitlich zu Global Coffee Plattform weiterentwickelt hat,
  • die Cotton Made in Africa (CmiA)/Better Cotton Initiative (BCI),
  • die Competitive Cashew Initiative, Move-ComCashew (GIZ) und
  • das Forum Nachhaltiger Kakao.

Die konkrete Ausgestaltung dieser Initiativen ist unterschiedlich. Sie alle vereinigen relevante Stakeholder in den jeweiligen gesamten Wertschöpfungskette. Ziel aller Initiativen war und ist, in den jeweiligen Wertschöpfungsketten sozial und ökologisch nachhaltige Produktionsbedingungen auf breiter Basis im kleinbäuerlichen Umfeld  – nicht nur in Nischen – durchzusetzen. Noch heute ist die deutsche EZ in den genannten Initiativen direkt und indirekt engagiert.

Die genannten Multistakeholderinitiativen haben durchaus bemerkenswerte Erfolge (nicht immer alleine) erzielt. So sind heute 2/3 des weltweit exportieren Kaffees nach Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert. 40% der afrikanischen Baumwolle ist nach CmiA bzw. BCI (Better Cotton Initiative) zertifiziert. Die Initiative Move-ComCashew hat alle 600.000 afrikanischen Cashew Farmer erreicht. Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass die Akteure der genannten Wertschöpfungsketten nun systematisch zusammenwirken.

Ein wichtiger Motor dieser Entwicklung war das zunehmende Interesse der Öffentlichkeit und des Gesetzgebers an einer sozial und ökologisch nachhaltigen Produktion. Gesetzliche Regulierungen haben zunehmend die genannten und andere Initiativen befeuert und unterstützt.

Nach mehr als 20 Jahren stellt sich nun die Frage, was die genannten Initiativen mit Blick auf die Verbesserung der Lebensbedingungen der betroffenen Kleinbauern und mit Blick auf eine nachhaltige ökologische Produktion erreicht haben. Vor dem Hintergrund der Abschwächung gesetzlicher Regulierung im Lieferkettenbereich stellt sich zudem die Frage, ob und wie sich die genannten Initiativen neu positionieren müssen und können, um ihre Ziele zu erreichen. Und es stellt sich die Frage, was sich für andere und neue Produkte und Multistakeholder-Initiativen aus den Erfahrungen dieser großen Initiativen lernen lässt?

 

Ablauf des Workshops

Eingangsstatement/Wilkommenswort BMZ Referat 122 „Landwirtschaft, ländliche Entwicklung“ und einführendes Referat Pro Smallholder Farmers Africa e.V.

Präsentation der vier Multistakeholderinitiativen mit kurzer Runde Rück- und Verständnisfragen: 

  • Annette Pensel, Executive Director Global Coffee Platform
  • Martina Gaebler, Executive Director Forum Nachhaltiger Kakao e.V.
  • Bastian Domke, Component Head Private Sector Development ComCashew
  • Jannis Bellinghausen, Senior Director of Systems Integrity bei Better Cotton Initiative

Aufgliederung des Plenums in drei Arbeitsgruppen:

  • Industrie/Handel
  • Standards
  • Zivilgesellschaft

Paneldiskussion mit je einem/einer Vertreterin der drei Stakeholder Gruppen

Zusammenfassende Darstellung von Impact Studie bei allen vier Multistakeholderinitiativen mit Anmerkungen/kritischen Rückfragen

Hinweis

Während unserer Veranstaltungen werden z.T. Foto- und/oder Filmaufnahmen gemacht, die für Zwecke der Veranstaltungsberichterstattung und allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien veröffentlicht werden. Sie haben jederzeit das Recht, die Foto- oder Videograf*innen darauf hinzuweisen, dass Sie nicht aufgenommen werden möchten. / During our events photos and/or videos may be taken which may be published in various media for the purposes of documentation and PR activities. You have the right at any time to point out to the photographer or videographer that you do not want to be photographed or filmed.