Ein Wettbewerb, der keiner sein sollte
Aleksandrova, Mariya / Svea KochExternal Publications (2026)
in: Internationale Politik Special (1/2026), 16-20
Ein Jahrzehnt nach dem Pariser Abkommen stagnieren die Fortschritte im Klimaschutz. Geopolitische Spaltungen und ein weltweit erstarkender Nationalismus beeinträchtigen die globale Zusammenarbeit. Besonders deutlich zeigt sich dies im Rückzug der USA aus der internationalen Klimadiplomatie. Doch auch in anderen OECD-Ländern stehen sowohl Klima- als auch Entwicklungsfinanzierung vor einem enormen Rechtfertigungsdruck. Das auf der Weltklimakonferenz in Baku 2024 vereinbarte neue globale Klimafinanzierungsziel (NCQG) offenbart die weitreichenden Differenzen zwischen den Verhandlungsblöcken – Differenzen, die auch bei der UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla im Juli 2025 nicht überwunden werden konnten. Zentrale Fragen wie die notwendige Aufstockung der Mittel, die Verbesserung ihrer Qualität und eine wirksamere Verzahnung von Klima- und Entwicklungsfinanzierung bleiben somit ungelöst.