(G)lokalisierung von nachhaltigem Handeln: Die Rolle von Online- und Offline-Netzwerken in Indonesien
Indonesien ist geprägt von außergewöhnlicher Biodiversität, eine hohe Anfälligkeit für die Folgen des Klimawandels und rasant wachsender digitaler Vernetzung. Dieses Projekt untersucht, wie lokale und digitale Netzwerke kollektives Nachhaltigkeitshandeln mobilisieren. Es erforscht, wie zivilgesellschaftliche Akteure auf drängende Herausforderungen reagieren und kollektives Handeln zur Unterstützung von Nachhaltigkeitszielen in unterschiedlichen Kontexten zivilgesellschaftlicher Beteiligung organisieren.
Projektleitung:
Anita Breuer
Julia Leininger
Projektteam:
Sofia Hammann (International Studies)
Leonie Burke (Geography of Global Change)
Nadia Rennette (Middle Eastern Studies)
Louis Tong (International Relations)
Philipp Belschner (Peace and Conflict Studies)
Philipp Knebel (Economics)
Finanzierung:
Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ)
Zeitrahmen:
2025 - 2026
/
Laufend
Kooperationspartner:
Projektbeschreibung
Dieses Projekt untersucht, wie lokale, gemeinschaftsbasierte und digitale Netzwerke als wichtige Ressourcen für die Mobilisierung von kollektivem Handeln im Bereich Nachhaltigkeit in Indonesien fungieren. Es analysiert, wie zivilgesellschaftliche Akteure auf ökologische und soziale Belastungen auf lokaler Ebene reagieren und wie sie kollektives Handeln zur Unterstützung von Nachhaltigkeitszielen in unterschiedlichen Kontexten zivilgesellschaftlicher Beteiligung organisieren. Der Schwerpunkt liegt darauf, zu verstehen, wie verschiedene Netzwerkarten - von traditionellen Gemeinschafts- und Gewohnheitsstrukturen bis hin zu transnationalen religiösen Zugehörigkeiten und digitalen Netzwerken - zivilgesellschaftliches Engagement und Handeln ermöglichen können. Besonderes Augenmerk wird auf die Einbettung in lokale soziale Systeme, wertorientierte Gemeinschaftsorganisation und die Beteiligung an breiteren digitalen oder translokalen Advocacy-Netzwerken gelegt.
Mithilfe verschiedener sozialwissenschaftlicher Methoden verfolgt die Studie einen vergleichenden subnationalen Ansatz und konzentriert sich auf drei Regionen, die zwar ähnliche küsten- und meeresbezogene Herausforderungen teilen, sich jedoch in Traditionen, Mediennutzungsgewohnheiten, geografischer Abgeschiedenheit und technologischer Infrastruktur unterscheiden. Primärdaten werden mittels leitfadengestützter Interviews und Fokusgruppendiskussionen mit zentralen Akteurinnen und Akteuren auf mehreren Ebenen erhoben.