EU und G20
Dang, Vy / Sven Grimm / Wulf ReinersExternal Publications (2026)
in: Werner Weidenfeld / Wolfgang Wessels / Funda Tekin (Hrsg.), Europa von A bis Z, Wiesbaden: Springer VS, 1-5
ISBN: 978-3-658-24456-9
DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-658-24456-9_138-1
Information
Der Aufstieg informeller, plurilateraler Foren wie der Gruppe der 20 (G20) ist Ausdruck der Dysfunktionalität multilateraler Strukturen und zugleich globaler Machtverschiebungen zugunsten großer Schwellenländer. Der G20-Gipfel, ursprünglich als Reaktionsmechanismus auf die großen Finanzkrisen Ende der 1990er-Jahre und 2008 entwickelt, fungiert heute als Forum für den Austausch über ein breites Themenspektrum hinweg. Die sich verändernde geopolitische Lage hat die Europäische Union dazu veranlasst, ihre multilaterale Strategie zu überdenken, mit dem Ziel, ihren Einfluss global zu stärken. Der wenig institutionalisierte Charakter der G20 bringt Herausforderungen für das europäische Engagement mit sich.
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