Kollektive Selbstblockade? Warum der Pariser Klimagipfel scheitert
Betz, Joachim / Babette NeverExternal Publications (2015)
published on GIGA Focus 1/2015
Die Vorbereitungen für den Abschluss eines wirksamen globalen Klimavertrages auf der geplanten Weltklimakonferenz in Paris 2015 gestalten sich schwierig. Die BRICS-Staaten, die USA und die EU bekunden zwar verbal ihren Willen hierzu, blockieren sich aber oftmals aufgrund von nationalen Interessen und vielschichtigen Identitäten selbst. Vor diesem Hintergrund ist es geboten, Alternativen zu einem zwar globalen, aber schwachen Klimavertrag zu diskutieren.
- Bisher haben von den zentralen Ländern und Ländergruppen nur die EU, die USA und Russland ihre beabsichtigten nationalen Beiträge zum Klimaschutz bei den Vereinten Nationen eingereicht. Diese spiegeln innenpolitische Interessen wider. Das politische Vorgehen der Schwellenländer wird von den internationalen Erwartungen und den nationalen Konstellationen geprägt.
- Weder die USA noch China haben aufgrund interner Präferenzen Interesse an einem starken, verpflichtenden Klimaabkommen auf globaler Ebene. Dies macht einen globalen Konsens wenig wahrscheinlich. Bilaterale, öffentlich-private und marktbasierte Lösungen sind politisch leichter durchsetzbar als ein neues globales Abkommen.
- Ein erneutes Scheitern eines globalen Klimavertrages könnte zu anderen Handlungsoptionen führen. Wiederholte, komplizierte Verhandlungen auf globaler Ebene werden kaum rechtzeitig die nötigen Veränderungen für das 2°C-Ziel bringen.
- Drei zukünftige Szenarien sind denkbar: Die chaotische, vielstimmige internationale Klimapolitik setzt sich fort. Klima-Clubs zentraler Emittenten werden Vorreiter und sanktionieren Nichtmitglieder. Eine Klimapolitik der Bürger im Sinne der „Kopenhagen- Theorie des Wandels“ ergänzt bzw. ersetzt die große Transformation von oben.
- Die EU und Deutschland könnten den G7-Gipfel im Juni 2015 nutzen, um das Potenzial von Klima-Clubs zu diskutieren und diese im Fall eines Scheiterns der Weltklimakonferenz in Paris anzustoßen.
Further IDOS experts
-
Aleksandrova, Mariya
Climate risk governance
-
Aleksandrova, Mariya
Climate risk governance
-
Bambe, Bao-We-Wal
Finance
-
Baumann, Max-Otto
Politikwissenschaft
-
Berger, Axel
Politikwissenschaft
-
Brandi, Clara
Economy and Political Science
-
Brandi, Clara
Ökonomie und Politikwissenschaft
-
Dippel, Beatrice
Comparatist
-
Dippel, Beatrice
Komparatistik
-
Donnelly, Aiveen
Politcal Science
-
Donnelly, Aiveen
Politikwissenschaft
-
Ekoh, Susan S.
Environmental Research
-
Ekoh, Susan S.
Umweltwissenschaft
-
Fuhrmann-Riebel, Hanna
Economy
-
Goedeking, Nicholas
Comparative Political Economy
-
Goedeking, Nicholas
Vergleichende politische Ökonomie
-
Hagenström, Paul
Internationale Beziehungen
-
Hagenström, Paul
International Relations
-
Haug, Sebastian
Political Science
-
Haug, Sebastian
Politikwissenschaft
-
Hilbrich, Sören
Ökonomie
-
Kachelmann, Matthias
Political Science
-
Kachelmann, Matthias
Politikwissenschaft
-
Kativu, Saymore Ngonidzashe
Geographie
-
Kativu, Saymore Ngonidzashe
Geography
-
Lehmann, Ina
Politikwissenschaft
-
Lehmann, Ina
Political Science
-
Li, Hangwei
Political Science
-
Li, Hangwei
Politikwissenschaft
-
Malerba, Daniele
Economy
-
Malerba, Daniele
Ökonomie
-
Mathis, Okka Lou
Politikwissenschaftlerin
-
Mathis, Okka Lou
Political Scientist
-
Morare, Ditebogo Modiegi
Politikwissenschaften
-
Novoselova, Anna
Political Science
-
Novoselova, Anna
Politikwissenschaften
-
Nowack, Daniel
Political Science
-
Olekseyuk, Zoryana
Economy
-
Pegels, Anna
Economist
-
Rodríguez de Francisco, Jean Carlo
Ecological economics
-
Rodríguez de Francisco, Jean Carlo
Ökologische Ökonomie
-
Srigiri, Srinivasa Reddy
Agricultural Economist
-
Srigiri, Srinivasa Reddy
Agrarökonom
-
Stewart, Benjamin
Social Science
-
Volz, Ulrich
Economist
-
Wagner, Niklas
Climate & Knowledge Sociology
-
Wagner, Niklas
Klima- und Wissenssoziologie
-
Wingens, Christopher
Political Science
-
Wingens, Christopher
Politikwissenschaftler
-
Yi, HyunAh
Energie- und Umweltwissenschaften
-
Yi, HyunAh
Energy and Environmental Policy