Inklusive und nachhaltige Smart Cities: Nachhaltige Transport- und Kreislaufwirtschaft und ihre wirtschaftlichen positive Nebeneffekte in Lateinamerika und Asien

Projektleitung:
Tilman Altenburg

Projektteam:
Franco Jauregui Fung
Hanna Fuhrmann-Riebel

Zeitrahmen:
2022 - 2024 / Abgeschlossen

Kooperationspartner:

UN Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik

Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Projektbeschreibung

Öffentliche Verkehrssysteme sind für umweltfreundliche und sozial gerechte Städte unverzichtbar. Der Rollout erfordert jedoch hohe Vorabinvestitionen und hohe Wartungskosten. Daher ist es wichtig, Wege zu finden,  wirtschaftliche Co-Benefits für die lokale Wirtschaft zu erschließen, um Entscheidungsträger:innen davon zu überzeugen, nachhaltige städtische Mobilitätsprojekte umzusetzen. Ein wichtiger Co-Benefit ergibt sich aus den Möglichkeiten, neue Aktivitäten zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft zu entwickeln und Produkte neu zu gestalten, um wertvolle Materialien und Fahrzeugkomponenten zurückzugewinnen und wiederzuverwenden. Ein weiterer wesentlicher Co-Benefit für Städte kann aus Landwerterfassungsstrategien gezogen werden, bei denen die Einnahmen aus der Erhöhung der Grundstücks- und Immobilienpreise, die typischerweise mit neuen städtischen Bahnhöfen und BRT-Stationen verbunden sind, sowie Plänen für „rail + property“ Entwicklung, zur Finanzierung von weiteren Nahverkehrslinien verwendet werden.

Dieses Projekt baut auf einer ersten Phase der Forschungszusammenarbeit mit ECLAC auf, die zwischen 2020 und 2022 durchgeführt wurde und sich mit der Umsetzung und den Möglichkeiten für die industrielle Entwicklung und das technologische Lernen im Zusammenhang mit BRT-Systemen, Stadtbahnen und Elektrobussen in Lateinamerika und Asien befasst hat. In dieser zweiten Phase werden zudem Strategien zur Landwerterfassung als intelligentes Mittel zur Finanzierung der Einführung von Bahn- und BRT-Systemen untersucht. Darüber hinaus untersucht das Team Strategien zur Einführung von Ansätzen der Kreislaufwirtschaft in Lateinamerika sowie deren wirtschaftliche Co-Benefits, sowohl allgemein als auch speziell im Bereich der urbanen Mobilität. Ziel ist es, aus praktischen Umsetzungsprozessen von Fallstudien in unterschiedlichen Kontexten zu lernen, um durch die oben genannten Co-Benefits für die lokale Wirtschaft praktische Roadmaps für eine nachhaltige urbane Mobilität abzuleiten. Unsere Hauptzielgruppe sind lateinamerikanische Politiker:innen.

Publikationen

Projektkoordination

Sonja Packschies