Ein neuer Gesellschaftsvertrag für die arabische Welt
Loewe, Markus / Annabelle HoudretExterne Publikationen (2017)
in: Diplomatisches Magazin 2/2017, 42-45
Die Aufstände des ‚Arabischen Frühlings‘ von 2011 haben gezeigt, dass die Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA) viel fragiler sind, als viele Beobachter erwartet hatten. Selbst westliche Regierungen, die den Mangel an Demokratie in den MENA- Ländern kritisierten, betonten vor 2011, dass diese zumindest politisch stabil seien. Ein wesentliches Ziel ihrer Entwicklungszusammenarbeit war es, eben diese Stabilität zu bewahren. Aber vieles von dem, was westliche Geber taten, zielte eher auf kurzfristige als auf langfristige Stabilität ab. Sie halfen den MENA- Ländern, den „alten Gesellschaftsvertrag“ aufrechtzuerhalten, anstatt umfassende politische, wirtschaftliche und soziale Reformen zu unterstützen. Ein solcher „neuer Gesellschaftsvertrag“ könnte größere sozioökonomische Gerechtigkeit und Transparenz beim Regierungshandeln schaffen und dadurch langfristige politische Stabilität erzeugen.
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